Wieso müssen wir eigentlich immer so extreme Verhaltensweisen an den Tag legen und andere Menschen unbewusst mit unserem Verhalten vor den Kopf stoßen? Dieser Tage sieht man es wieder ganz deutlich, auf der einen Seite die absoluten Befürworter all der Maßnahmen die von der Bundesregierung zum Krisenmanagement beschlossen wurden und auf der anderen Seite die Gegner die für Ihre offensiv zur Schau gestellte Meinung auch genug Quellen parat haben.

Ich meine diese extreme Verhaltensweisen sind mir nichts Neues, kenne ich sie doch nur zu gut aus der bereits viele Jahre andauernden Grundsatzdiskussion von Fleischessern – die sich massiv gegen die scheinbare Bevormundung von vegan lebenden Menschen zur Wehr setzen. Und Veganer die versuchen mit allerlei Beweisen, omnivore lebende Menschen auf Ihr egoistisches Verhalten hinzuweisen. Unabhängig von der Sache wird es immer Menschen geben die auf ihr Meinungsäußerungsrecht beharren und sich mit Ihrer Meinung in den Vordergrund drängen, wobei Ihnen offensichtlich jedes Mittel recht zu sein scheint.

Und auch wenn ich mit diesem Artikel die extremen Verhaltensweisen hinterfrage, ist es nicht meine Absicht, einen Standpunkt zur Sache selbst einzunehmen oder mich gar an einer grundsätzlichen Diskussion was richtig oder falsch ist zu beteiligen. Vielmehr glaube ich das es kein richtig oder falsch gibt und alle mit Ihrer Meinung zumindest ein Stück weit recht haben.

 

Extreme Verhaltensweisen und ihr Ursprung

Extreme Verhaltensweisen entstehen meist in der Kindheit

Jeder Mensch, unabhängig von Rasse, Herkunft oder gesellschaftlichem Status möchte anerkannt und geliebt werden – so ist es tief in jedem Menschen verankert. Wobei es damit gerade in unserer von Leistung geprägten Gesellschaft eine solche Sache ist. Und wir erhalten meist nur dann die Wertschätzung die wir uns tief in unserem innersten Wünschen, wenn wir entsprechende Leistung erbracht haben. Was für manche Menschen kein größeres Problem zu sein scheint, ist für andere eine enorme Hürde – die für sie selbst kaum zu bewältigen scheint – weshalb wir bereits früh in unserem Leben nach anderen Strategien suchen, um die vermeintliche Liebe zu bekommen, die wir uns wünschen. Wir probieren es mit Rebellion – erheben unsere Stimme und reagieren launisch auf das was uns von Eltern und vermeintlichen Bezugspersonen herangetragen wird.

 

Und auch wenn viele Menschen diesem Alter mittlerweile entwachsen sind, tragen sie doch noch immer die gleichen Verhaltensmuster in sich die sie bereits, als Kind an den Tag gelegt haben. Sie sind vielleicht damit, was die 1:1 Konfrontation angeht etwas zurückhaltender, umso mehr leben viele von Ihnen ihre unterdrückten Gefühle und Bevormundungen die sie als immer wiederkehrendes Muster durch ihr ganzes Leben begleiten plötzlich im Internet aus. Wofür eine solche Sache wie die jetzige Krise natürlich die perfekte Plattform bietet. So das man unter dem Deckmantel der freien Meinungsäußerungen seine extremen Verhaltensweisen massiv zur schau stellt – diese mit zum Teil dubiosen Quellen unterstützt und andere damit völlig vor den Kopf stößt. Das aber ist den meisten von Ihnen nicht bewusst- wobei ja auch das eine psychologisch wirkungsvolle Strategie ist. Andere in ein schlechtes Licht zu rücken – so das man selbst in einem besseren Licht erscheint.

Kritisch sein ist erlaubt, auch unterschiedliche Meinungen einzuholen und für sich einen klaren Standpunkt einzunehmen auch, zumindest so lange wie wir niemand anderem mit unseren Worten und taten schaden. Oder um es mit den Worten von Yoga zu sagen Lokah Samastah Sukinho Bhavantu (Mögen alle Lebewesen frei und glücklich sein und meine Worte und Taten dazu beitragen.)

 

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